Telematik bei Wiedmann & Winz: Denker und Lenker
Donnerstag den 12.07.2012

Telematik bei Wiedmann & Winz: Denker und Lenker

Speditionskunden wollen nicht nur, dass ihre Güter pünktlich und heil am Bestimmungsort ankommen. Sie möchten auch jederzeit über den Status ihres Transports Bescheid wissen und notfalls schnell reagieren, wenn es auf der Strecke zu Verzögerungen kommt. Bei dieser Aufgabe muss die Disposition von Wiedmann & Winz darauf achten, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Das ist nicht immer einfach. „Heutzutage muss der Disponent in kürzester Zeit entscheiden, welchen Fahrer er auf eine bestimmte Tour schickt. Nur wer die Lenkzeiten der Fahrer überblickt, kann vermeiden, dass der Fahrer mit einer dringenden Fracht plötzlich einen Parkplatz ansteuert, weil er aufgrund reduzierter Arbeitszeit nicht mehr weiterfahren darf“, schildert Gert Wiedmann, Geschäftsführer von Wiedmann & Winz, die Situation. Seit 2008 hilft die Speditionssoftware Carlo von Soloplan dabei. „Bereits vor zwölf Jahren haben wir das Telematiksystem FleetBoard von Daimler in unseren Lkw eingeführt“, erinnert sich Wiedmann & Winz-Geschäftsführer Dr. Micha Lege. Damit war es erstmals möglich, Transparenz in die technischen Daten des Lkw zu bekommen. Um nun den Kreis der Informationen zwischen Lkw und Disposition zu schließen, benötigte Wiedmann & Winz noch eine technische Lösung, die alle für die Disposition und das Controlling relevanten Daten aus dem Fahrzeug mit Soloplan verknüpft – und wiederum Informationen aus dem Programm ins Fahrzeug überträgt. Entschieden haben sich die Schwaben schließlich – wiederum nach einem aufwendigen Auswahlverfahren – für den Dispopiloten von FleetBoard. „Ein ganz entscheidender Vorteil unserer Lösung ist, dass wir unseren Kunden Prozesssicherheit gewährleisten können. Unsere Disponenten können sofort und ohne direkten Kontakt zum Fahrer sehen, ob dieser noch genügend Lenkzeit für den nächsten Auftrag hat. Dadurch wird eine zielgenaue Planung möglich“, sagt der Leiter der nationalen Verkehre Michael Bischof. Der Kunde könne zudem jederzeit genaue Informationen über den Transportstatus erhalten. Störungen im Transportablauf, zum Beispiel Staus, würden frühzeitig erkannt und an den Kunden weitergegeben, damit er gegebenenfalls umplanen kann. Auch technische Probleme an den Lkw seien sofort transparent, wodurch Ausfälle seltener seien. „Vor allem ist uns aber wichtig, dass der Disponent sich nun noch stärker auf die Wünsche des Kunden konzentrieren kann“, sagt Bischof.