Gefahrgut nach ADR 2013
Montag den 26.08.2013

Gefahrgut: Neue Berechnung der Ladungssicherung nach ADR 2013

Das neue ADR 2013 betrifft auch die Berechnung der Ladungssicherung  bei gefährlichen Gütern und nimmt Bezug auf die DIN-Norm EN 12195-1:2010. Die Art der Ladungssicherung obliegt nach wie vor dem Anwender. Verschiedene Möglichkeiten stehen hier zur Verfügung.

Das transportierte Gut und die Palette müssen so fest miteinander verbunden sein, dass ein Auseinanderfallen auch in extremen Situationen wie Vollbremsungen oder Ausweichmanövern nicht erfolgen kann. Die Verpackung darf sich in solchen Fällen auch nicht von selbst öffnen. Dabei handelt es sich um Pflichten des Absenders.

Wird der Fahrzeugaufbau in die Ladungssicherung mit einbezogen, dann müssen die Fahrzeugwände die Anforderungen der DIN EN 12642 erfüllen. Ausreichende Zurrpunkte müssen vorhanden sein.

Ladelücken sowohl in Fahrtrichtung, als auch seitlich, stellen ein großes Gefahrenpotenzial dar und sind daher zu vermeiden. Lücken können mit Luftsäcken oder leeren Paletten geschlossen werden. Dennoch ist ein stabiler Fahrzeugaufbau erforderlich.

Durch Blockieren kann verhindert werden, dass sich die Ladung in Bewegung setzt. Dies erfolgt beispielsweise durch Steckrungen, Sperrbalken oder Festlegehölzer.

Bei einer starken Bremsung kann die Verzögerung bis zu 80% des Ladungsgewichtes betragen. Kopfschlingen sind besonders gut dazu geeignet, derartige Kräfte aufzunehmen. Die Effektivität dieser Maßnahme lässt sich noch dadurch steigern, dass Antirutschmatten eingesetzt werden. Allerdings ist zu beachten, dass Kopfschlingen aufgrund des Zurrwinkels an Sicherungskraft verlieren.

Eine Ladungssicherung durch Niederzurren setzt ein formstabiles und druckfestes Ladegut voraus. Befindet sich die Ware in Säcken, BigBags oder Kartonagen ist das Niederzurren oftmals nicht als ausreichende Ladungssicherung anzusehen.

Mittels Zurrnetzen oder Zurrplanen kann der Druck auf die Ladung gleichmäßig verteilt und auf die Ladefläche gepresst werden.