Projektbeispiel Automobil-Logistik

Projektbeispiel Automobil-Logistik: Consolidation-Center für einen Bus-Hersteller

Für einen der weltweit größten Hersteller von Bussen organisiert Wiedmann & Winz den Teilladungsversand zu den Werken in Frankreich und Spanien. Dabei ist jeder Schritt durchdacht und der Fahrzeugbauer spart kräftig Transport- und Mautkosten.

Im Jahr 2004 eröffnete Wiedmann & Winz für den Kunden ein Consolidation Center in Geislingen. Davor sah die Situation wie folgt aus: Öffnete man im Empfangswerk die Türen einen Trailers an der Wareneingangsrampe, so befand sich auf der Ladefläche meist ein Mix aus unterschiedlich großen und nicht stapelbaren Gestellen, Verschlägen und Kartonpaletten. In vielen Gitterboxen lagen nur wenige Teile. Kurzfristige Änderungen der Lieferantenanmeldungen waren an der Tagesordnung. Ein weiteres Problem: Sendungen, die am nächsten Morgen in Frankreich stehen mussten, wurden erst am Nachmittag davor zur Vorholung angemeldet. Bei Direktlieferungen wurde nicht selten zu viel Laderaum angemeldet – keine günstigen Voraussetzungen also für volle Lkw.

WIEDMANN & WINZ ließ sich jedoch von dieser Situation nicht abschrecken und forcierte mithilfe eines neuen Konzeptes gemeinsam mit dem Kunden die Laderaumoptimierung. Auch im Anfang 2010 in Mannheim eröffneten neuen Consolidation Center von Wiedmann & Winz wird dieses Konzept angewandt. Der Kunde profitiert durch reduzierte Transport- und Mautkosten bezogen auf die einzelne Fahrzeugeinheit. Den ganzen Tag liefern dort Lkw und Paketdienste Waren an. Alle Teile müssen im richtigen Lkw verstaut und zur garantierten Auslieferzeit ankommen. Palettenware wird in neu konzipierte Gestelle umgeladen. Die eingesetzten Megatrailer können so in zwei Ebenen beladen werden, was zu einer deutlichen Verbesserung der Auslastung führt.

UM PROZESSSICHERHEIT zu garantieren, wurde eine geeignete Immobilie in Werksnähe umgebaut und eingerichtet. Equipment – unter andrem Fünf-Tonnen-Stapler – wurde angeschafft. Abläufe mussten teilweise völlig neu definiert werden. Qualifiziertes Personal für Office und Lager wurde rekrutiert und eingearbeitet.

UM DEN ÜBERBLICK nicht zu verlieren, werden alle eingehenden Sendungen in der Wiedmann & Winz-EDV erfasst. Zwei Mitarbeiter greifen hierzu auf den Server in Geislingen zu. Nachdem die Lkw disponiert, Ladelisten und Borderos erstellt sind, erfolgt eine Avisierung der Sendungen an das Kunden-SAP. Zusätzlich steht Wiedmann & Winz ständig in Kontakt zu den Gebietsspediteuren – besonders bei Termingütern. „Wir sind Ansprechpartner der Werke bei Nachfragen, wann Gebietsspediteure letztlich Teile anliefern“, erklärt Wiedmann & Winz Geschäftsführer Dr. Micha Lege. Sonderfahrten werden organisiert. Auch die Auslastung der Lkw werde durch Wiedmann & Winz dokumentiert.

EIN REGELMÄSSIGES REPORTING und klar gegliederte Verantwortungsbereiche sorgen insgesamt für Transparenz und unterstützen den im Projektteam gemeinsam betriebenen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

BEI DER TÄTIGKEIT für den Busbauer zahlt sich auch der Eigenfuhrpark der Geislinger aus. „Dadurch sind wir flexibler. Ohne Eigenfuhrpark könnten wir den Job gar nicht machen, weil oftmals erst sehr spät am Tag klar wird, wie viel Laderaum benötigt wird. Ein weiterer Vorteil ist die Qualität im Umschlag und die Erfahrung im Umgang mit den Waren. „Wiedmann & Winz arbeitet sei 23 Jahren mit diesem Partner zusammen. Das sagt wohl alles über die Qualität unserer Dienstleistung aus“, so Lege.