Geringere Kosten, bessere Qualität.

Wiedmann & Winz führte 2016 ein neues, branchenunabhängiges
LAGERVERWALTUNGSSYSTEM ein – mit vielen Vorteilen für die Kunden.

Die Vorbereitungen waren gründlich und intensiv. Und doch blieb beim „Go live“, dem Zeitpunkt der Umstellung von alt auf neu, ein Restmoment der Unsicherheit. Denn das 20.000 qm große Lager in Eislingen, das erst um 8.000 qm erweitert wurde, ist nicht nur mit Tausenden von Paletten gefüllt, es sind auch immer Waren in Bewegung. „Die Herausforderung war, die gesamte Lagerrealität beim laufenden Betrieb abzubilden“, sagt Dr. Andreas Bühler, Geschäftsführer von Wiedmann & Winz. Zur Sicherheit lief das alte System im Hintergrund mit.

Der Übergang klappte reibungslos.

„xStorage3“ heißt die neue, branchenunabhängige Software, in die Wiedmann & Winz einen sechsstelligen Betrag investierte. Zentrales Auswahlkriterium war neben der einfachen Anbindung an andere Systeme, wie etwa SAP, Windows Navision/Microsoft Dynamics oder Infor, die Unterstützung der dynamischen Lagerhaltung im Multi-User-Warehouse. Feste, für einen Kunden reservierte Flächen, dem diese auch in Rechnung gestellt werden, gibt es immer weniger. Die Lagerung erfolgt zunehmend dynamisch, d.h. Güter von gleicher Größe und Gewicht werden nebeneinander gelagert, unabhängig von welchem Kunden sie stammen. Das spart Platz und damit auch Kosten.

Verschiedene Kriterien der Lagergüter wie Ladungsträgergröße, Gewicht und die Klassifizierung in schnell- und langsamdrehende Waren jedes Kunden werden im System über sogenannte Einlagerstrategien abgebildet. Damit wird beispielsweise sichergestellt, dass eine schwere Palette in der untersten Regalebene gelagert wird oder dass der Fahrweg zwischen der Verladerampe und einem häufig bewegten Lagerartikel minimiert wird.

„Die Prozesse werden durch das neue System schneller und zuverlässiger. Der Einsatz moderner Scannertechnologie beim Warenein- und Warenausgang sowie bei der Auftragsbearbeitung minimiert die Fehlerquote weiter“, sagt Marcus Graf, der als Lagerleiter vor allem die Anforderungen seiner operativen Prozesse an die Software im Blick hat. Zudem erfüllt das System Anforderungen wie die Anbindung an Webshop-Systeme für die Logistikabwicklung im E-Commerce oder die richtlinienkonforme Einlagerung von Gefahrgütern.

„Ob für die Automobilindustrie, den Maschinenbau oder im Bereich Konsumgüter: Für Kontraktlogistiker unserer Größenordnung ist die IT-Kompetenz ein ganz entscheidender Faktor, um den steigenden Anforderungen komplexer Logistikprozesse im Zeitalter von Industrie 4.0 gerecht zu werden“, meint Dr. Andreas Bühler. Die sorgfältige Schulung und permanente Weiterbildung der Mitarbeiter ist ein wichtiger Baustein dieser Kompetenz. Sie erfolgt durch die Aisys AG aus Würzburg, dem Anbieter von „xStorage 3“. „Mit diesem Unternehmen haben wir einen Partner auf Augenhöhe gefunden, mit dem wir auch einmal gemeinsam ein Modul weiterentwickeln können.“